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A-Recordz, eine Band aus München, die bereits seit 2003 Streetrock macht. Die 5 Männer haben 2004 die ersten Demos aufgenommen, 2006 das erste Album „Zündstoff“, 2008 die EP „Aufeinander gesetzt“ und 2009 das aktuelle Album „Casino ROi!Ale“, welches ich in den nächsten Zeilen versuchen werde, näher zu beschreiben.
10 Streetpunk Titel mit einem ordentlichen Schuss Metal, Punkrock und einer Prise Oi. Texte rund um Themen wie die Vergangenheit, die Hoffnung, um das Vorspielen falscher Tatsachen oder um den Tod. Der Opener "Lange her" knallt aus den Boxen und man wird mit einem nett gegrölten Jawohl begrüßt. "Gute Nacht" handelt von Tiertötungen, um an das große Geld zu gelangen, was man mit einigen Produkten bekommen kann. Ein Thema, was nicht oft angesprochen wird, aber doch sehr wichtig ist, in der heutigen Zeit. Der fünfte Titel "Dein Weg" erzählt davon, dass einem viele Menschen immer nur etwas vorspielen oder verheimlichen und nie mit der Wahrheit rausrücken und wenn, dann leider viel zu spät. Darum sollte man immer seinen eigenen Weg gehen und diesem immer treu bleiben. "Schwarzes Band" rückt unser Rechtssystem ins richtige Licht und Sänger Lurchi schreit das heraus, was sehr viele denken. "Ihre Zukunft hast du ihr genommen / Aber Reue ist niemals aufgekommen / Schuldig! Trotzdem schnell auf freiem Fuß / Schuldig! Geht dein Wahnsinn von vorne los". "Ein Platz an der Sonne" ist eine ruhige Ballade, die vom Ende des Lebens erzählt, wenn die letzten Farben langsam erlöschen, einem ganz kalt wird und das Leben in Gedanken noch einmal an einem vorbeizieht. Der letzte Titel "Wir sind zurück" sagt schon aus, worum es geht. Ein Song, mit viel Gegröle und fetten Chören. "Wir sind wieder hier / Wir sind in unserem Revier / sind zurück, wir sind hier / wir sind in unserem Revier". Man macht klar, wer in München in Sachen Oi! den Ton angibt. Als Outro und guten Abschluss gibt es ein knapp 90sekündiges Gitarrensolo.
A-Recordz spielen feinen Streetrock mit Punk, Oi und Metaleinflüssen, was sehr gut ankommt und ab und zu an Toxpack erinnert. Die Texte sind durchweg in deutsch gesungen, klingen sehr gut und sind abwechslungsreich, es werden sogar Themen angesprochen, die man sonst wohl noch nie auf einem Streetrock / Oi! Album gehört hat, wie Tierquälerei und Tiertötung. Cover und Artwork sehen ebenfalls gut aus, es sind alle Texte abgedruckt und ein nettes Foto der 4 Jungs. Fredy, Jui, Rogga und Lurchi haben 10 melodische, harte Streetrocklieder auf einen Silberling gepresst. Sie werden übrigens seit dem März 2010 von Chriss an der Gitarre unterstützt. Die Titel vom „Casino Roi!ale“ sind eine deutliche Steigerung zur 2008 erschienenden EP „Aufeinander gesetzt“!
(fp) |