Testosteron

Anlässlich ihres ersten Albums "Erheb dein Glas" haben wir Testosteron aus Hamburg einige Fragen gestellt.

Redaktion: Hallo Testosteron, stellt euch doch bitte kurz mit Namen, Alter und Instrument vor.

Timm: Timm, 32, Gitarre

Markus: Moin, Markus! 32 und für den Gesang verantwortlich.

Holm: Moin, ich bin der Holm, bin 42 Lenze alt und bügel an der Gitarre das aus, was Timm falsch macht.

Phips: Ja Moin, ich bin der Phips, 28 Jahre jung und spiel am Bass.

Gregor: Gregor, 34 Jahre und der Schlagzeug.

Redaktion: Wie und wann habt ihr euch kennengelernt und spielt in der Formation?

Markus: Ich bin dazu gekommen als noch die erste Besetzung am Werk war. Timm und ich kennen uns schon länger und er hat mich damals angesprochen ob ich nicht Lust hätte bei den Jungs mit zu machen. Gesagt, getan. Gregor ist dann dazu gestoßen, als es darum ging einen neuen Song im Studio ein zu spielen. Und daraus hat sich dann die jetzige Konstellation ergeben.

Holm: Ich bin erst im April 2009 dazu gestoßen, weil ich Timm von den mittlerweile aufgelösten Guts n Glory kannte, bei denen Timm Bass und ich Gitarre spielte. Er hat mir die Aufnahmen zu "Erheb dein Glas" vorgespielt und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Gitarrist mitzumachen. Da hab ich nicht lang gefackelt und zugestimmt.

Phips: Markus und ich kennen uns schon länger durch unsere gemeinsame liebe zum FC St. Pauli und durch unsere gemeinsame Mitgliedschaft im gleichnamigen Skinhead Fanclub. Ich spiele seit Anfang 2008 den Bass und kam durch Markus zur Band. Wo ich dann auch den Rest der Bande kennenlernte.

Redaktion: Euer Debut-Album "Erheb dein Glas" ist am Anfang des Jahres erschienen. Was hat der Käufer zu erwarten?

Holm: Das ist ne richtig runde Sache geworden, bei der jedes Klischee bedient wird, ohne jedoch albern zu wirken. Vor allem der Sound und die Gitarrenmelodien gefallen mir sehr gut. Für eine Debütscheibe echt der Hammer.

Phips: OI-PUNK&ROCK’N ROLL - Geile Mucke wat sonst!

Markus: Der Name ist Programm!

Redaktion: Im Jahr 2007 erschien eine Split CD/LP mit den Gumbles, United Front und den Ruckers. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Markus: Matti von den Gumbles hat uns damals angesprochen ob wir nicht Interesse hätten bei diesem Sampler mitzuwirken. Das war für uns ne Möglichkeit erst einmal was zu starten. Wir wollten eh noch kein Debüt-Album machen, wir hatten eher an eine Single gedacht. So hatten wir die Chance gleich 4 Lieder beizusteuern. Ein gelungenes Projekt.

Redaktion: Wieso hat es 2 Jahre gedauert, bis euer Debut-Album erschien?

Markus: In dem Zeitraum hat unter anderem die Besetzung gewechselt und wir mussten erst einmal einige alte Lieder neu einstudieren und auch etwas überarbeiten. Dazu sind noch neue Stücke entstanden an denen auch noch gefeilt werden musste. Und zwischendurch waren wir noch arbeiten…

Redaktion: Kommen wir zu euren Texten. "Erheb dein Glas" handelt vom geselligen Abend. Saufen, Kotzen, dicken Kopp. Sieht so ein normaler Samstagabend von euch aus?

Holm: Passt auf mich ziemlich gut, obwohl ich mir das Kotzen nach Möglichkeit erspare. Aber gegen ein paar gepflegte Hektoliter Bier hatt ich noch nie was einzuwenden gehabt.

Phips: Könnte man so sagen, da Samstag Fußball ausfällt, bleib ja nur das übliche (saufen ficken Oi. Mal ehrlich wat gibs denn besseres als mit Kumpels um die Häuser zuziehen und einen zu heben! Prost!

Markus: Wer verbringt sein Wochenende nicht gerne mit seinen Freunden und ein/zwei Bier.

Redaktion: "Farben und Bilder" erzählt die Liebe zu bunter Farbe im Körper. Seid ihr alle tätowiert und was bedeutet es für euch? Gibt es persönliche Verbindungen?

Phips: Wie man unschwer auf Bandphotos erkennen kann, sind wir alle begeisterte Anhänger der farbigen Körperkunst. Das Lied spiegelt alle Facetten wieder die das Tättoowieren zur sucht macht. Ich finde durch Tattoos kann man sehr gut seine Persönlichkeit ausdrücken und seine Zugehörigkeit zur Szene (welche auch immer).

Redaktion: Hat den Song "Mädels", so wie ihr ihn spielt, jemand von euch selbst erlebt, oder ist es einfach nur ein Tipp an alle, die keine Frau abbekommen? :-)

Phips: Coverversion von den Blutjungs. Wir sind alle in festen Händen.

Markus: Versuch ist es wert.

Redaktion: Einen Song widmet ihr dem Fußball. Gebt ihr euer Herzblut für einen bestimmten Verein? Oder habt ihr alle verschiedene Vereine, für die ihr einsteht?

Holm: Vor ner Zeit war ich mal bei 96 anzutreffen, aber seit der neue Trainer mit "Che Guevara" (oder wie dieser kubanische Knispel heißt) T-Shirts rumläuft, hab ich das Interesse verloren.

Phips: Nun Fußball verbindet oder auch nicht! Markus und ich sind St.Pauli-Skins (sagt wohl alles), Holm geht gelegentlich zu Hannover96, Timm bleibt heimattreu Buchholz08 und Gregor mag Hamburg. Ansonsten ist das Lied für alle Szene-Leute die gern (wie wir) zum Fußball gehen und ihre Mannschaft unterstützen.

Markus: Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt.

Redaktion: Ihr seid eine Skinhead-Band, wie breit vertreten ist die Szene in Hamburg? Seid ihr nah mit den Skinheads in Hamburg verbunden? Vielleicht sogar mit einigen aufgewachsen?

Holm: Skinheads? Wat sind dat denn für Hirnies?

Phips: Markus und ich sind mehrjährige Mitglieder bei den STP-Skinheads und uns verbindet teils jahrelange Freundschaften. Da Hamburg keine Kleinstadt ist, ist die Szene dementsprechend groß und breitgefächert und man kennt natürlich sein Pappenheimer! OI

Redaktion: Was hört ihr selber für Musik und welche Bands haben euch geprägt?

Holm: Ich bin ein Kind der frühen 80er. Von daher alles das, was zu der Zeit aus England kam. Rejects, 4 Skins, Combat 84, Skrewdriver (an die PC-Liga: nein, nicht nur die erste Stones-mässige Platte), usw.

Phips: Ich für meinen Teil höre bevorzugt Oldschool Hardcore, aber auch diverse Oi und Punkrock Kappellen z.b. :Towerblocks, Blood for blood, Volxsturm, OXO 86, Stage Bottles...

Markus: Ich höre eigentlich alles was mit Punkrock zu tun hat. Muss mich halt ansprechen. Ein paar Reggae und Soul-Stücke sind auch dabei und was eigentlich immer geht: MOTÖRHEAD!

Redaktion: Es wird ab dem 14.09. auch eine Vinylversion von dem Album geben. Limitiert auf 500 Stück. 250 in schwarz, 150 als HH-Edition und 100 im Beer-Style. Wer kam auf die Idee und seid ihr selber Vinyl-Liebhaber?

Holm: Ich behaupte mal, alles was in der 80ern gut war, mein Besitz nennen zu können. Es macht einfach Spaß ne richtige Schallplatte aufzulegen so mit großem Cover, Innencover, Textblatt und so.

Phips: Hab keine Platten.

Markus: Die Idee hatte unsere „Manager“ Maler Michi (Grüße an dieser Stelle, auch wenn wir uns vor dem erscheinen des Interviews noch ein paar Mal sehen). Alles was mir gefällt versuche ich auch immer auf Platte zu bekommen. Da hat sich mit den Jahren so einiges angesammelt.

Redaktion: Ein Abend mit Testosteron, wie sieht der aus?

Holm: Feucht-fröhlich.

Phips: Bier trinken ist wichtig!!!!!!!

Markus: Schickt eure Bewerbung an testosteron-hamburg@gmx.de

Redaktion: Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Holm: Welche Zukunft soll ein 42-jähriger schon haben, du Spaßvogel?????

Phips: Wer weiß schon wat die Zukunft bringt!? Wir werden natürlich an neuen Stücken arbeiten und die Weltherrschaft erobern!

Markus: Ich hoffe das wir mit der Band in der nächsten Zeit die neuen Stücke weiter ausarbeiten können und für mich persönlich hoffe ich das wir in ferner Zukunft ein zweites Album raus bringen und wir mehr Zeit haben für Live-Auftritte. Das kommt in letzter Zeit leider etwas zu kurz, da wir sehr stark durch die Arbeit eingebunden sind und unsere Familien ja auch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wollen/dürfen/können.

Redaktion: Vielen Dank für das Interview! Weitere Infos unter: http://www.myspace.com/testosteron69

Danke für das Interesse an einem Interview! Prost!
















Interview vom 03.10.2009 (fp)

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