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Anmeldungsdatum: 30.04.2008 Beiträge: 54
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Verfasst am: 14.02.2010 00:48 Titel: 2010 - 13.02., The Busters im Karlstorbahnhof Heidelberg |
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Die Qualität eines guten Clubs steht und fällt mit der Anzahl seiner kostenlosen Parkplätze. So seh ich das jedenfalls. Und gerade in diesem Punkt befindet sich der Heidelberger Karlstorbahnhof auf der Stufe eines "Entwicklungsclubs", wobei man auf dem hauseigenen kleinen Parkplatz für drei Euro noch relativ günstig parken kann. Am 13.02. war aber auch jener Platz komplett belegt, sodass guter Rat teuer war- jedenfalls teurer als drei Euro.
Nach einem Umweg von 10 km, zahlreichen Schimpftiraden und Wendemanövern bekam ich dann doch noch einen Parkplatz und stolzierte mit geschwollener Brust in Richtung Karlstorbahnhof-Eingang.
Es war mittlerweile 21.10 Uhr und der Club quoll, schon von außen ersichtlich, aus allen Nähten. Ausverkauft? Ausverkauft! 600 Menschen in diesem mittelgroßen Club? Wahnsinn! Für The Busters hat es mich gefreut, für mich war es eine Katastrophe, da ich aufgrund der angespannten Verhältnisse sehr in meiner Bewegungsfreiheit eingeengt war und daher alle an diesem Abend erstellten Fotos eher in ein Museum für moderne Kunst als hierhin passen würden.
Musikalisch jedenfalls war die Band in Höchstform und spielte sich durch ihreDiskografie, wobei der Schwerpunkt ganz klar auf dem neuen Album "Waking the Dead" lag. Nicht nur die Freunde der alten Stücke konnten sich an den neuen zum Teil recht Rocksteady-lastigen Stücken sichtlich erfreuen und bedankten sich mit frenetsichem Skanken.
Ich selbst stand dummerweise neben der Tribüne und um mich herum war es so voll und es wurde so viel geboten, dass die Musik zum Teil in den Hintergrund geriet. So ist es mir bis heute (13.02) unbegreiflich, wie die Frau im ausverkauften und enorm stickigen Club mit Rollkragenpulli tanzen und dazu lachen konnte! The Busters müssen ihre Produktion von Glückshormonen dermaßen verstärkt haben, dass sie vermutlich sogar eine Dehydrierung mit einem Schmunzeln weggetanzt hätte.
Direkt oberhalb von mir stand eine junge Dame, deren Ellenbogen sich genau in meiner Augenhöhe bewegte. Im Takt des Ellenbogens bewegte sich ihr Schlüsselbund, an dessen Ende ein kleiner Stoffhund befestigt war. Süß. Wenn dieser sich mal heftiger bewegte wusste ich, dass ich kurz danach wieder ihren Ellenbogen ins Gesicht bekam, was weniger süß war.
Mittlerweile wurde einer meiner Lieblingssongs „Wish you were here“ gespielt. Die Busters-Version ist schon genial, kommt ans Original aber natürlich nicht heran. Allerdings würde beim Original auch niemand auf die Idee kommen, zu springen und seine Lebensfreude im Tanz zum Ausdruck zu bringen.
Diese Freude an der Musik und vor allem die Freude am SKA ist meines Erachtens das Erfolgsrezept dieser außergewöhnlichen Band, die mit "Waking zu Dead" erfolgreich zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehrt, ohne sich zu wiederholen. Denn auch nach 24 Jahren Bandgeschichte sind die Jungs noch lange nicht langweilig, satt und zufrieden geworden, sondern sie wollen alles. Wie ihre Fans. Auf CD und live, wie am 12.02. in Heidelberg! _________________ "Mein lieber Herr Gesangsverein! Wenn Sie ein Kinofilm wären, würd´ich reingehen- allein der Ausschnitt überzeugt." (Bernd Stromberg) |
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